Videoprojekt 2020

Gedanken zu „Frieden im Land“ von Andreas Eckert
Ausblick 2020
Auch im Jahr 2020 wird es das Projekt „Frieden im Land“ geben.
Einerseits dürfen wir uns riesig freuen, daß es bald 75 Jahre sein werden, die wir in Mitteleuropa im Frieden leben können.
Andererseits kann einem, dem dieser Frieden am Herzen liegt, die aktuelle Entwicklung in unserem Land schon Angst machen.
Antisemitismus? Ja – haben wir!
Gewalt auf Schulhöfen? Ja – haben wir!
Offener Rechtsdrall in der politischen Diskussion? Ja – haben wir!
Vorverurteilung gegen Andersdenkende, Andersaussehende, Anderslebende? Ja – haben wir!
Wenn um uns herum Streit und Tod ihre wilde Herrschaft üben, dann sind wir aufgerufen,
nicht nur durch Worte und Gedanken, sondern auch durch die Tat Gottes Liebe zu bezeugen;
nicht nur durch Worte und Gedanken, sondern auch durch die Tat Gottes Frieden zu bezeugen.
Nur aus dem Frieden zwischen zweien und dreien kann der große Friede einmal erwachsen, auf den wir hoffen.
Lasst uns allem Hass, Misstrauen, Neid, Unfrieden, wo wir nur können, ein Ende machen.
„Selig sind die Friedfertigen, denn sie sollen Gottes Kinder heißen“.
Dieser Text von Dietrich Bonhoeffer ist heute wie damals gültig.
Und weil „Frieden“ auch heute ein aktuelles Thema ist, wird es „Frieden im Land“ am 08.Mai 2020 als Videoprojekt bei der Neiße-Welle Guben geben, in der neben dem Gemeindepfarrer und dem Bürgermeister der Stadt Guben auch aktuelle Texte der Cottbuser Autorinnengruppe „Wortfenster“ zu hören sein werden.
Weisen sie bitte Freunde und Nachbarn auf dieses Projekt hin!
In Verbundenheit im Glauben
Andreas Eckert
Rückblick 2019
Sehr bewußt habe ich das Jahr zwischen meinem 59. und 60. Geburtstag gestaltet und erlebt (2018/2019).
Bei Gesundheit und viel Kreativität im Alltag habe ich versucht, Menschen, die mir im Leben auf die eine oder andere Art wichtig geworden sind, noch einmal zu begegnen. Nicht immer war es leicht, den Kontakt zu finden. Dennoch sind ungezählte Mails und Briefe unterwegs gewesen und ich habe mich gefreut, daß sich dann im August tatsächlich viele hundert Menschen zur Geburtstagsfeier, zum Familientreffen oder auch zum Musikprojekt "Frieden im Land" haben einladen lassen.
Viele Umarmungen verbunden mit guten Wünschen wurden mir geschenkt. Der Gabentisch war reich gefüllt mit allerlei originellen Dingen. Das Projektkonto "Frieden im Land" wurde so reichlich gefüllt, das Projekt so sehr mit Rat und Tat durch viele Helfer unterstützt, daß ich mich noch heute immer wieder frage, womit ich all diese Zuwendung "verdient" habe.
Nein, es ist wohl eher kein Verdienst, vielmehr die Erfahrung, daß man reichlich beschenkt wird, wenn man die Begegnung mit Menschen nicht nach materiellem Wert bemißt, sondern wenn man sein Auge öffnet für die vielen kleinen Dinge, die am Ende zu etwas Großem werden.
Wer am 31. August 2019 in der Klosterkirche eines der beiden Konzerte „Frieden im Land“ miterlebt hat, kann sicherlich meinen Eindruck bestätigen. Das ganze Gelände wurde einbezogen, um Gemeinschaft zu erleben. Ob es die Küchenfrauen waren, die für die fast 100 Mitwirkenden sorgten, ob es das Freigelände war, das ein einem warmen Sonnentag viele Kontakte von Menschen entstehen ließen, die sich vorher nie gesehen haben, ob es die Fachsimpeleien von Musizierenden waren…
Das ich „Gastgeber“ in der Klosterkirche sein durfte habe ich dabei nicht aus den Augen verloren. Meine geistliche Heimat ist die Gemeinde Des Guten Hirten. Und dennoch fühle ich mich inzwischen in der Klosterkirche auch zu Hause. Wenn ich über „Ökumene“ sprechen müßte, würde ich erst ganz spät darauf kommen, daß die Zusammenarbeit zwischen Kantor Vorrath und mir, die Unkompliziertheit in Bezug auf Absprachen zu Gemeindediensten zwischen Pastor Dshin-u Oh und mir usw. irgendetwas „Besonderes“ sein sollte. Ich bin allen Brüdern und Schwestern der Klosterkirchgemeinde dankbar für diese Nähe, die uns gemeinsam auf dem Weg sein läßt.
Wer das Projekt „Frieden im Land 2019“ nicht erleben konnte oder es noch einmal erleben möchte, fragt mich einfach nach der mitgeschnittenen Film-DVD. Auch wenn die Bildqualität nicht unseren aktuellen Sehgewohnheiten entspricht, fühlt man dennoch die Kraft dieses Tages.
Bestellung über song-vision@t-online.de möglich.