Frieden im Land

Liebe Familie!
Liebe Freunde und Weggefährten!

Es ist noch nicht so lange her, dass ich meinen Geburtstag feierte – und schon richten sich meine Gedanken auf das nächste Jahr, wenn ich 60 Lebensjahre abrunde. Während Christine ihren runden Geburtstag in Südengland verbrachte, möchte ich meinen Geburtstag mit Euch feiern.

Wenn ich so zurückschaue, haben mich in meinem Leben viele Menschen ein kürzeres oder längeres Stück begleitet.

Zunächst in der Familie, die für mich als „Pastorensohn“ nie nur aus meinen Eltern und den drei Geschwistern bestand, sondern immer auch den mit einschloss, der gerade auf dem Hof war.

Inzwischen ist Christine seit fast 40 Jahren nicht nur Mutter unserer drei Kinder, sondern auch ein so lebendiger Teil von mir selbst, dass mal ein Tag ohne sie ganz schön ist, zwei Tage zu ertragen sind, aber nach drei Tagen die Wohnung leer wirkt und ich überlege, wie ich wenigstens für einen Moment ihre Stimme hören kann… Als besonderes Privileg sehe ich es an, dass unsere Kinder mit ihren Familien hier in der Stadt leben und wir uns mehr oder weniger täglich sehen können.

Christine und Adreas Eckert auf Bank vor Holzwand

In meinem Berufsleben als Krankenpfleger habe ich viele Menschen in der Stadt betreuen können. Mal mit Medizin, mal mit einer Kanüle, mal mit einem guten Wort – bis heute macht mir mein Beruf Freude. Dabei sind auch die Kollegen zur „Familie“ geworden.

In den Gemeinden meines Geburtsdorfes Weigersdorf, meiner Wahlheimat Guben, aber auch im Kirchenbezirk fühle ich mich zu Hause, fand ich doch allenorten Menschen, die meine Liebe zur Musik teilten. Oft durfte ich Gastfreundschaft in Gemeinden genießen, wenn wir mit „Sonne und Schild“, später dann als „song-vision“ auf Tour waren. Chortreffen, Sängerfeste, KlosterKirchenNächte, Musicalproduktionen, die Arbeit im Tonstudio mit den verschiedensten CD-Produktionen, all das prägt meine Kreativität bis heute. Nicht nur, dass ich in meiner Mutter eine begabte Texterin für meine Lieder hatte, auch die unkomplizierte Partnerschaft zu Musikern, Kantoren, Tonmeistern, Grafikern usw erlaubte es, neben der „normalen“ Arbeit auch größere Produktionen wie das Hutical, das Vater-Unser-Projekt oder „Danielle – das Musical“ „nebenbei“ zu realisieren.

In der Kommune habe ich besonders in der „Wendezeit“ und in den ersten Jahren der neuen Zeitrechnung Wegbegleiter gefunden, die streitbar, aber auch in zunehmendem Respekt zu Partnern wurden. Viele dieser Partnerschaften darf ich heute noch dankbar und verlässlich erleben.

Mit der Fotografie, die mich seit meiner Schulzeit fasziniert und fesselt, habe ich unendlich viele spannende Stunden erlebt. Inzwischen fast ausschließlich auf Menschen fokussiert, konnte ich immer wieder etwas von der grandiosen Schöpfungsgeschichte Gottes erkennen, ohne je das Gefühl zu bekommen „Das wars jetzt aber…“. Und ganz nebenbei hat diese Leidenschaft auch den Kontakt zur Kunstszene der Stadt ergeben. Heute habe ich wohl die größte Bildersammlung „Gubener Meister“ in der Stadt. Ob ich es schaffe, meine Privatgalerie im Kunsthaus in der Gubener Wilke-Straße 1 bis August 2019 fertig zu bekommen?

Um mit Euch allen feiern zu können, habe ich mir folgendes überlegt:

17. August 2019_Familientreffen

Einen Tag nach meinem eigentlichen Geburtstag lade ich alle, die sich zur direkten Familie zählen, von 10 bis 17 Uhr zu einem Familientreffen ein. Wer hat und kann, bringt ein paar digitale Fotos aus seiner eigenen Familie mit – vielleicht wird dann der von mir liebevoll weitergeführte Familienstammbaum mit Gesichtern lebendig. Lasst uns aus der „guten alten Zeit“ erzählen, lasst uns mit unseren gewachsenen Familien bekannt machen und lasst uns feiern, bis wir den Tag nach dem Kaffeetrinken mit einer Andacht in der Kirche beenden werden.

31. August 2019_Frieden im Land

Seit 1995 verantworte ich das Projekt „Frieden im Land“. Schon als DDR-Bausoldat saß ich manchmal in der Kaserne und schrieb Friedenslieder… 50 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges habe ich zum ersten Mal die Kreativen der Stadt und der Region eingeladen, dem Friedensgedanken auch in der neuen Zeit eine Melodie, einen Gedanken oder ein Gesicht zu geben. Ein Höhepunkt war 1999 die „Gedenkveranstaltung 60 Jahre nach Beginn des 2. Weltkrieges“, als z.B. das Landespolizeiorchester mit einem Benefizkonzert das Geld einspielte, dass die Produktion der CD „Frieden im Land“ ermöglichte. Inzwischen hat „Frieden im Land“ eine Tradition in der Stadt. Was liegt näher, als gemeinsam mit Euch an den 80. Jahrestag des Ausbruchs des zweiten Weltkrieges zu erinnern und gleichzeitig einen Dankgottesdienst zu feiern, dass wir mitten in Europa fast 75 Jahre ohne einen Krieg erleben zu müssen leben durften.

Ich lade alle Freunde und Bekannte, Wegbegleiter und Partner ein, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Wie das geht? Vielleicht findet ihr euch in einem der Teilprojekte wieder…

Verantwortliche Vorbereiter:

Andreas Eckert: song-vision@t-online.de

Kantor Hansjürgen Vorrath